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Familienkirche Schmuckerau

Eucharistische Anbetung ist nicht eine Gebetsform, sondern die Bereitschaft sich bewusst in die Gegenwart Gottes zu stellen.
Vor dem ausgesetzten Allerheiligsten – welches so heißt, weil die Eucharistie (in einer Monstranz) aus dem Tabernakel herausgenommen wird, oder die Türen des Tabernakel zumindest geöffnet werden, und sich Gott unseren Blicken „aussetzt“ – komme ich zu mir.
Ich kann in Stille verweilen, ein Wort aus der Heiligen Schrift meditieren oder einfach nur wiederholend durchkauen, das Jesusgebet (Herr Jesus Christus, Sohn des lebendigen Gottes, erbarme Dich unser) immerfort wiederholen, oder einfach nur da sein mit all den Sorgen und Nöten die mir durch den Kopf schwirren und alles vor Gott aussprechen im Vertrauen, dass er mich hört uns erhört.
So lerne ich schrittweise mich vor dem ausgesetzten Allerheiligsten dem Blick Gottes „auszusetzen“:
Vom Pfarrer von Ars wird erzählt, dass er ein Mitglied seiner Pfarrgemeinde immer wieder in der Kirche (stundenlang!) sitzen gesehen hat. Eines Tages sprach er den Bauern hat, was er da tut und der Mann gab ihm zur Antwort: „Er sieht mich an und ich sehe ihn an“.

Erstellt von: Tom Kruczynski
am 8. Juni 2015
kurat(at)schmuckerau.at
Tom Kruczynski